Der Protest geht weiter

Liebe Sankt Paulianer_innen,
etwas über eine Woche ist es nun her, als das Millerntor nicht in braun-weiß, sondern in Rot-Schwarz erstrahlte. Den Farben des Protestes gegen die zusehends ausufernde Kommerzialisierung im Stadion und parallel dazu im Stadtteil, die sich die Fanschar unseres einzigartigen FCs selbst gegeben hat. In der Zwischenzeit gab es ein Gespräch zwischen dem Ständigen Fanausschuss und Vereinsvertretern (Präsidium, Aufsichtsrat, Vermarktung), wo unter anderem die Petition der Sozialromantiker besprochen
wurde.

Beide Seiten – auch wenn Herr Orth von einem „Wir“, von „einem Lager“ spricht, was explizit positiv zu werten ist – haben in der Nachbereitung des Gesprächs ihr Resumee an die Öffentlichkeit kommuniziert. Der Verein vertreten durch sein Oberhaupt Stefan Orth mittels einer Pressekonferenz, der StFA mittels offenen Briefes. Und trotz des „einen Lagers“ unterscheiden sich beide Stellungnahmen in ihrer Auswertung des Gesprächs – gerade in Hinblick auf die Sozialromantikerpetition. Auch der Stein des Anstoßes selbst, die Sozialromantikerinitiative, hat mittlerweile in einem offenen Brief ihrerseits Stellung zu dem Gespräch, bzw. vielmehr zu den dazu in der Öffentlichkeit getätigten Aussagen bezogen. Es sind weiterhin, so die Sozialromantiker, viele Punkte derPetition keineswegs geklärt und so wird weiter gefordert, dass beispielsweise Susis Loge gekündigt wird. Beim letzten Zeckensalon haben wir den Text der Sozialromantiker gelesen und konnten uns in seiner Aussage wiederfinden. Wir unterstützen daher weiter die Forderungen der Sozialromantiker, wenngleich wir natürlich auch erkennen, dass gewisse Zeit zur Umsetzung der Forderungen von Nöten ist. Das hält uns aber nicht davon ab, weiter klar zu zeigen, dass sich die Fanszene im Protest befindet und wir uns nicht mit den bisher getätigten Aussagen zufrieden geben. Beim Heimspiel gegen Freiburg gab es zum Einlauf der Mannschaften eben keine Choreografie, das war ein Aufschrei einer Fanszene, die bereit ist für ihre Werte und Ideale zu kämpfen.

Darum rufen wir jede_n dazu auf, seinen_ihren Fanclubnamen in schwarzen Lettern auf rotem Grund auf Tapete zu malen und zum Anpfiff der zweiten Halbzeit zu präsentieren. Begleitend dazu wird es ein Spruchband geben, mit der sinngemäßen Aussage, dass all jene Fanclubs sich weiterhin im Protest befinden und weiterhin hinter den Forderungen der Sozialromantiker stehen. (Fans, die keinen Fanclub haben, können sich ja einen Namen ausdenken, merkt doch eh keiner ;-) ) Ferner rufen wir dazu auf, auch weiterhin den Jolly Rouge ins Stadion zu tragen – unser Kampf hat gerade erst begonnen.

Für alle Fans und Fanclubs, die keinen geeigneten Ort zum Basteln haben, versuchen wir noch geeignte Orte zu finden und werden euch entsprechend auf dem Laufenden halten.
Bring Back Sankt Pauli!

Zeckensalon im Januar 2011

Nachtrag: Der erste Basteltermin steht nun fest: Donnerstag, 27.01.2011 ab 18h00 im Gängeviertel. Kommt vorbei.


4 Antworten auf „Der Protest geht weiter“


  1. 1 z 25. Januar 2011 um 17:35 Uhr

    „(Fans, die kei­nen Fan­club haben, kön­nen sich ja einen Namen aus­den­ken, merkt doch eh kei­ner ;-) )“

    … darf man denken, aber nicht sagen. wie sieht denn das aus?!

  1. 1 Die roten Fahnen werden weiter wehen! « KleinerTods FC St. Pauli Blog Pingback am 26. Januar 2011 um 12:13 Uhr
  2. 2 „Der Protest geht weiter“-Reloaded « Zeckensalon St. Pauli Pingback am 02. Februar 2011 um 19:02 Uhr
  3. 3 Der Protest geht weiter « Systems Failure Pingback am 08. Februar 2011 um 22:28 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.