Archiv für September 2011

Demo nach dem heutigen Spiel: Markus Schreiber abschreiben.

DEMO-AURFRUF: MARKUS SCHREIBER ABSCHREIBEN!
FREITAG, 23.09. 20 UHR, Südkurvenvorplatz (BUDAPESTER STRASSE)

Ganz ehrlich, es reicht!
Markus Schreiber, konservativer Pastorensohn und amtierender Bezirksamtsleiter des Bezirks Mitte, ist auf einem beispiellosen Zerstörungsfeldzug durch unser Viertel und ganz Hamburg. Mit entschlossener Härte und willkürlichen Verboten kämpft er gegen die Freuden des Lebens, gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Möglichkeit einer sozialen Stadt. Sein Aktionismus ist geprägt von Intoleranz und dem manischen Drang, alles sauber und ordentlich zu halten. Obdachlose, TrinkerInnen, SexarbeiterInnen und Punks sollen aus dem Stadtbild weichen. Für dieses Ziel setzt er sogar Menschenleben aufs Spiel und sperrt die Freiheit hinter Stahlzäune. Seine Vision von St. Pauli im Jahr 2020 ist die eines Disneylands aus Glas-Beton-Bauten und stupiden Unterhaltungsangeboten für wohlhabende Touristen. Nicht mit uns. Wir sagen: Schreiber abschreiben – und zwar jetzt. Wer menschliche Werte mit den Füßen tritt und Investoren bei der Zerstörung unseres Kiezes unterstützt, hat hier nichts zu suchen.

Gegen neoliberale Stadtentwicklung – Für das Recht auf Stadt.

Es rufen auf: MEHRERE FANCLUBS DES FC ST. PAULI UND STADTTEILINITIATIVEN

*****
- Kommt morgen (Samstag, 24.09.) um 14 Uhr
zur Kranz- und Blumenniederlegung an die Kersten-Miles-Brücke an der
Helgoländer Straße.
.
- Kommt am Samstag, den 29.10. zur Demo
«Mietenwahnsinn Stoppen – Wohnraum Vergesellschaften». Treffpunkt: 13:00
Millerntorplatz.

***

SCHREIBERS CHRONIK DER ZERSTÖRUNG:

Skaten verboten :
Schon 2005 führte Schreiber Geldbußen von bis zu
15.000 Euro ein, um Skateboarder vom Jungfernstieg
fernzuhalten.

Schlafen verboten :
Um Obdachlose unter der Kersten-Miles-Brücke am
Bismarck-Denkmal zu vertreiben und so den Anblick
für ankommende Touristen angenehmer zu gestalten,
hat Schreiber dicke Wackersteine und ein künstliches
Bachbett anlegen lassen. Weil auch das nicht half, ließ
er einen spitzzackigen Metallzaun um das Areal ziehen.
Die Kosten für die Umbaumaßnahmen belaufen
sich auf 118.000 Euro.

Schlafen verboten II:
Auch die Bühnen auf dem Spielbudenplatz wurden
mit seinem Einverständnis mit Rasensprengern für
Obdachlose unbewohnbar gemacht.

Selbstgestalten verboten :
Den Planungen der Anwohner-Initiative „NO BNQ“
für ein nachbarschaftsverträgliches Wohnprojekt in
St. Pauli-Süd schob Schreiber einen Riegel vor – und
erteilte den Investoren voreilig eine Baugenehmigung
für einen Neubau mit überwiegend Eigentumswohnungen.

„Lieben“ verboten :
Immer wieder macht sich Schreiber dafür stark, ganz
Hamburg zum Sperrgebiet für Prostitution zu erklären.
Als einer der ersten Plätze sollte das Areal rund
um den Hansaplatz in St. Georg „sauber“ gemacht
werden. Schreiber plant, die dort ansässigen Prostituierten
in ein Gewerbegebiet nach Rothenburgsort zu
verlagern – dorthin, wo sie schutzlos sind.

Wohnen verboten :
Wie kein anderer Hamburger Politiker besteht Schreiber
darauf, den Bauwagenplatz „Zomia“ in Wilhelmsburg
zu räumen – obwohl er niemanden stört.

Kunst verboten :
Immer wieder legte Schreiber den Bewohnern des
Gängeviertels Steine in den Weg. Zuletzt bestand er
auf der Schließung der zentralen Gebäude.

Kunst verboten II:
Auch das SKAM in der ehemaligen Bowlingbahn an
der Reeperbahn 1 machte Schreiber dicht. Stattdessen
befürwortete er den Bau der „Tanzenden Türme“. Um
Ersatzräume für die Künstler kümmerte er sich nicht.

Glauben verboten :
Schreiber sträubte sich gegen den Bau einer Moschee
mit Minaretten in Billstedt.

Trinken verboten :
Um sie aus dem Straßenbild zu entfernen, will Schreiber
Räume für Trinker etablieren. „Übertriebenes öffentliches
Trinken“ auf der Straße soll verboten werden.

Trinken verboten II:
Auch das Glasflaschenverbot auf
dem Kiez hat der Bezirksamtsleiter mit durchgeboxt.

Rauchen verboten :
Auf Spielplätzen soll künftig niemand mehr rauchen
oder Alkohol trinken dürfen. Heißt: Die Pfeife für den
Großvater oder das Feierabendbier für die Eltern werden
strafbar.

ROCKEN verboten :
Der Gewerberiegel am Spielbudenplatz, in dem unter
anderem das Molotow und Planet Pauli untergebracht
sind, soll einem Neubau eines bayerischen Investors
weichen. Schreiber unterstützt das Vorhaben.

Demokratie verboten :
Unbequeme Hamburger Bürgerbeteiligung ist ihm
ein Dorn im Auge. Um sie einzudämmen, will Schreiber
keine Bürgerbegehren gegen Bebauungspläne
mehr zuzulassen.

Demokratie verboten II:
Trotz intensiver Bemühungen von Anwohnern für
eine nachbarschaftsverträgliche Gestaltung des Real-
Geländes an der Feldstraße, entschied Schreiber im
Alleingang, was dort künftig passiert. Zahlreiche Bürgerwünsche wurden dabei übergangen

Mehr dazu bei Indymedia und Hinz & Kunzt