Archiv für Januar 2012

Audiomitschnitt vom 27.01

Besten Dank an die zahlreichen Besucher_innen beim Zeckensalon letzten Freitag zum Thema „Männliche Identitätskonstruktion bei Fußballfans“ mit Jan Tölva. Den angekündigten Audiomitschnitt könnt ihr hier herunterladen.

Wochenendplanung 27-28. Januar

Am Freitag, 27. Januar findet um 18 Uhr im Clubheim des FC Sankt Pauli eine Veranstaltung zum internationalen Holocaustgedenktag statt:

Am 27.01.2012 um 18 Uhr veranstaltet der Fanladen St. Pauli im Clubheim des FC St. Pauli zum dritten Mal eine Veranstaltung zum internationalen Holocaustgedenktag. Der thematische Schwerpunkt wird in diesem Jahr auf der Verfolgung Homosexueller liegen.

Zu Beginn der Veranstaltung referiert der Historiker Moritz Terfloth über Homosexuellenverfolgung im Nationalsozialismus. Danach berichtet der Sprecher des Netzwerkes Queer Football Fanclubs Dirk Brüllau über Diskriminierung im heutigen Fußball allgemein und über den FC St. Pauli im speziellen.

Nach den Vorträgen besteht die Möglichkeit, an die Referenten Fragen zu stellen sowie angeregt und offen zu diskutieren. Anschließend wollen wir gemeinsam an der Gedenktafel für die Opfer des Nationalsozialismus vor der Südtribüne einen Kranz niederlegen sowie eine Schweigeminute einlegen.

Zum Abschluss laden wir zu einem gemütlichen Beisammensein bei Tee und Glühwein wiederum ins Clubheim ein.

Anschließend geht’s um 20 Uhr in den Fanladen zum Zeckensalon, das Thema hier: Männliche Identitätskonstruktion bei Fußballfans.

Und am Tage darauf, dem 28.01., auf zur antifaschistischen DemonstrationDer Tod ist ein Meister aus Deutschland.“

Holocaust Gedenkveranstaltung 27.01.2012

Veranstaltung am 27.01. 2012: Männliche Identitätskonstruktion bei Fußballfans

Freitag, den 27.01.2012 um 20 Uhr (ja, die übliche Uhrzeit) im Fanladen: Vortrag und Diskussion mit Jan Tölva* zum Thema „Männliche Identitätskonstruktion bei Fußballfans“.

Wenn von Fußball und Geschlechterverhältnissen die Rede ist, wird für gewöhnlich sofort von Frauen gesprochen. Kaum jemand spricht von den männlichen Fußballfans. Dabei sind zwei Drittel der Fußballfans männlichen Geschlechts. Bei Ultras ist die Quote sogar noch deutlich höher. Kann das Zufall sein?

Dieser Vortrag soll sich mit den Themen Männlichkeit und Fankultur beschäftigen und mit der Frage wie beide zusammenhängen. Es wird ein Blick geworfen auf die Rituale und die Alltagspraxis von Fußballfans und darauf wie diese performativ Identität(en) konstruieren. Dabei wird davon ausgegangen, dass „Männlichkeit“, wie sie in dieser Gesellschaft gelebt wird durchaus ein Problem darstellt, mit dem es sich zu beschäftigen gilt, wenn eine antihomo- und trans*phobe, antisexistische und patriarchatskritische oder anders gesagt eine feministische und emanzipatorische Kritik und Praxis entwickelt werden soll.“

* Jan Tölva ist freier Journalist, Soziologe und Fußballfan und lebt derzeit in Berlin.

Achtung, kleine Änderung: Wir verschieben die Zeckensalon-Veranstaltung um eine Stunde nach hinten von 19 auf 20 Uhr, da am 27.1. auch die jährliche Holocaust-Gedenkveranstaltung am Millerntor stattfinden wird. Dadurch entfällt eine zeitliche Überschneidung und es wäre nun ohne weiteres möglich, an beiden Veranstaltungen nacheinander teilzunehmen. Wir hoffen natürlich auch, dass viele von euch an der Gedenkveranstaltung teilnehmen werden.

Kundgebung am 14.01., 12 Uhr vor dem Flüchtlingslager Horst

Flyer Kundgebung 14.01 Flüchtlingslager Horst

Seit 2006 nutzt Hamburg das Lager Nostorf/Horst in MV als Erstaufnahmeeinrichtung für die in Hamburg ankommenden Flüchtlinge. Der Vertrag zwischen HH und MV wurde zwar zum September 2012 gekündigt, aber erneute Verhandlungen von Seiten des SPD Senats zur Weiterführen sind im Gespräch. Das fällt noch hinter die rigide Flüchtlingspolitik des schwarzgrünen Vorgängersenats zurück und ist ein Skandal.

Das Lager bedeutet für alle eine völlige Isolation. Am Wochenende fährt zwischen dem Lager und Boizenburg oder Lauenburg kein Bus.Kontakt zu RechtsanwältInnen oder Beratungsstellen werden durch die Abgeschiedenheit sehr erschwert oder unmöglich gemacht. Die psychischen Probleme durch die traumatischen Erlebnisse der Flüchtlinge werden durch das Lagerleben verstärkt. Die spärliche medizinische Versorgung im Lager bietet keine ausreichende Hilfe. Die Kinder der Familien können nicht zur Schule gehen. Die für Hamburg geltende Schulpflicht wird ignoriert.

Einige der Flüchtlinge müssen bis zu 15 Monaten im Lager ausharren, oder solange bis sie abgeschoben werden. Das Lagerleben macht krank. Wir wollen die Menschen nicht alleine lassen!!

Isolation durchbrechen – Lager abschaffen

Treffpunkt für die gemeinsame Anreise aus Hamburg für Bahn und Auto: 9:30 S Sternschanze. Einfachste Anreise ist mit dem Auto.