Archiv für September 2012

Zeckensalon-Aufruf gegen die Polizeiwache im Stadion

Die Geschichte des FC Sankt Pauli ist gerade in jüngster Zeit auch die Geschichte von Polizeigewalt und staatlichen Angriffen auf Fans und Fankultur (siehe Jolly Roger Überfall 2009, Derby-Sieg 2011,
Schweinske-Cup 2012). Es bräuchte schon ein ganzes Museum, um die Konflikte zwischen der Staatsgewalt und der Fanszene angemessen darzustellen. Und dass die abwechslungsreiche Geschichte des FC Sankt Pauli es absolut wert ist, adäquat dargestellt zu werden, hat bereits die erfolgreiche Jahr100-Ausstellung gezeigt.

Aber der Reihe nach: Es ist aus mindestens drei Gründen absolut nicht hinnehmbar, Polizeiwache in unserer Gegengeraden zu beherbergen:

1. Würde.
Jenes höchste Gut, was die Fanszene erst kürzlich durch den Jolly Rouge im Stadion sichtbar machte, ist in höchster Gefahr. Ausgerechnet die alte Gegengerade, die von so hoher ideeller Bedeutung für den FC Sankt Pauli ist, in der die ersten Totenkopf-Fahnen wehten, soll durch eine Tribüne ersetzt werden, welche die Infrastruktur für jene beherbergt, die uns – wie bereits oben erwähnt – in der Vergangenheit schwerste körperliche und mentale Schmerzen bereiteten und sicherlich auch in Zukunft bereiten werden.

2. Sicherheit
Egal wie jede_r persönlich zur Polizei steht, selbst wenn du gar kein Problem mit den Schutzmännern und Schutzfrauen hast – es ist gut möglich, dass sie ein Problem mit dir haben. Zur falschen Zeit am falschen Ort und -zack- sind die Zähne weg. Eine Polizeiwache in der Gegengerade einzurichten, hieße mit Höchstgeschwindigkeit an der Eskalationsspirale zu drehen.

3. Alternativlos: Das Museum
Ausnahmsweise kann in dieser scheinbar ausweglosen Situation einmal mit einem konstruktiven Vorschlag geglänzt werden. Sankt Pauli, wir brauchen das Museum zur Dokumentation der wenigen Triumphe und
zahlreichen Auseinandersetzungen, die uns zu dem gemacht haben, was wir sind. Gerade die ignorante Haltung der obersten Etage unseres Vereins zeigt, wie wichtig eine Vergegenständlichung der vielseitigen Identität
der Fanszene ist.

GEGEN eine Goliathwache in der Gegengerade!

FÜR ein Museum, wie es die Welt noch nicht gesehen hat:
Das FC St. Pauli-Museum. In der Gegengerade. Am Millerntor.

Deshalb: Beim nächsten Heimspiel am 25.09. gegen Aalen alle in Rot,
alle mit dem Jolly Rouge. Tragen wir unseren Protest wieder in das
Millerntor-Stadion.

Museum statt Goliathwache – Heute basteln im Gängeviertel

Moin Zecken,

Um den Protest gegen die Polizeiwache und für ein Sankt Pauli-Museum in der Gegengeraden ins Stadion zu tragen, findet heute, Donnerstag um
18:30 im Gängeviertel (Valentinskamp 25) ein Mal- und Basteltermin statt. Ein bisschen Farbe und Tapete wird vor Ort sein, bringt aber auch
gerne selber Material mit.

Forza, alle(s) in Rot,
der Zeckensalon

Positionspapier der Fanszene des FC St. Pauli

Museum statt Goliathwache!

Für eine sinnvolle Nutzung der neuen Gegengerade

Die Gegengerade des Millerntor-Stadions ist ein entscheidender Ort für die Geschichte des FC St. Pauli.

Dies ist der Ort, wo die ersten Totenkopf-Fahnen wehten. Dies ist der Ort, wo eine vollkommen neue Art der Fankultur entstand. Dies ist die Keimzelle des „Mythos St. Pauli“.

Wir sollten diesen Ort Leben lassen. Wir sollten ihn nutzen, um diesen unglaublichen Verein zu feiern. Und alle zu würdigen, die ihn ausmachen.

Wir haben die Chance dazu. Wir haben sie jetzt und nie wieder. In der Gegengerade sind 600 zusammenhängende Quadratmeter frei. Direkt neben den Fanräumen. Direkt neben dem zukünftigen Sitz des Fanladens. Eine Fläche von unschätzbarem Wert.

Niemand im FC St. Pauli will, dass diese Fläche für einen vereinsfremden Zweck blockiert wird. Niemand will, dass eine Polizeiwache dort einzieht – als Ersatz für die alte Domwache, genutzt an allen Dom- und Spieltagen. Eine Nachbarschaft, die auch die Arbeit des Fanladens stark behindern würde.

Der FC St. Pauli steht im Wort. Sein Präsidium hat vor Jahren mündlich versprochen, der Stadt bei der Erneuerung der Domwache zu helfen. Im Gegenzug für Unterstützung bei der Stadion-Rekonstruktion.

Doch für den Standort einer Dom- und Stadionwache gibt es Alternativen. Für ein FC St. Pauli-Museum nicht. Auf einen solchen Ort zu verzichten, wäre eine historische Weichenstellung. Weg vom „Lebensgefühl St. Pauli“. Hin zu einer leeren Hülle.

Lange haben Fans auf dieses Risiko hingewiesen. Lange wurde intern verhandelt. Es ist spät, doch nicht zu spät. Darum machen wir Druck.

Und wir bieten unsere Hilfe an. Unsere Ideen. Unser Wissen. Unsere Hände. Unser Herz. Wir sind viele. Wir sind entschlossen. Und gemeinsam schaffen wir nahezu alles.

Wir fordern das Präsidium des FC St. Pauli auf, den Auftrag der Jahreshauptversammlung 2010 zur Einrichtung eines Vereinsmuseums umzusetzen:

Macht ein FC St. Pauli-Museum in der Gegengerade möglich, das diesen Namen auch verdient!
Nehmt unsere Hilfe an!
Entscheidet Euch für Identität und Geschichte des FC St. Pauli!
Entscheidet Euch für ein gemeinsames Ziel, das alle St. Paulianerinnen und St. Paulianer eint!
Entscheidet Euch für eine Realisierung der Domwache außerhalb des Millerntor-Stadions!

FÜR eine gemeinsame Lösung von Verein und Stadt!

GEGEN eine Goliathwache in der Gegengerade!

FÜR ein Museum, wie es die Welt noch nicht gesehen hat:
Das FC St. Pauli-Museum. In der Gegengerade. Am Millerntor.

Die bisherigen Unterzeichner findet ihr hier. Wenn ihr auch unterzeichnen wollt, dann schickt eine Mail an unterzeichnen ät magischerfc.de . Sehr gerne auch als Fanclub, Organisation, Firma oder ähnlichem.

Material: FC St. Pauli Museum statt Goliathwache

Die Bilder sind zur freien und massenhaften Verbreitung bestimmt.

Hier nochmal der Link zu dem großen „Museum statt Goliathwache“-Vernetzungstreffen: klick

Das wird ein heißer Herbst auf St.Pauli!

Eintrittskarte FC St. Pauli Museum

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Museum statt Goliathwache – Vernetzungstreffen am Freitag, 14.09.

Liebe Leute,

es wird ernst. Die Verhandlungen zwischen Präsidium und Polizei über eine Domwache in der Gegengeraden befinden sich im Endstadium. Wir wollen aber das Museum! Alle wollen es eigentlich. Umso absurder, die größte zusammenhängende Fläche im Stadion der Polizei zur Verfügung zu stellen, die auch einen Standort außerhalb akzeptieren würde.

Deswegen rufen wir zu einem großen Treffen auf. Ganz egal, welche Vereinssparte, ob Mitglied oder nicht, ob organisiert oder bis jetzt nur passiv dabei: Wer sich in irgendeiner Form für die Realisierbarkeit des Museums engagieren will, wer Ideen hat oder wer einfach nur die Problematik diskutieren möchte, der hat Freitag, den 14.09.2012, Gelegenheit dazu!

Wo: Centro Sociale
Wann: Freitag, 14.09.2012, um 19 Uhr

Verbreitet diesen Aufruf, kommt zahlreich und bringt eure Bezugsgruppe mit. Natürlich sollen auch Menschen kommen, die nicht auf der GG beheimatet sind.