Archiv der Kategorie 'Tellerrand'

Aufruf des Zeckensalons zum geplanten Nazihool-Aufmarsch am 15.11.2014


Wir sind Sankt Pauli
Kein Platz für Nazis – auf den Straßen, in den Kurven, in den Köpfen

Pogromstimmung in Köln

Es war der größte Aufmarsch deutscher Rassisten der vergangenen Jahre. Dem Aufruf der von der rechtsextremen PRO NRW angemeldeten Demonstration folgten mehrere Tausend Teilnehmer. Sich selbst als „Hooligans“ stilisierende Anhänger verschiedener Fußballvereine, Mitglieder verschiedenster rechtsextremer Parteien, „ganz normale Bürger“ (O-Ton) im „Auschwitz University“-T-Shirt – in Köln versammelten sich deutschnationale und völkische Rassisten jeglicher Couleur, vorgeblich „gegen Salafisten“. „Salafismus ist dabei nur ein Füllwort, das sich angesichts des derzeitigen Weltgeschehens aufdrängte und als Platzhalter für MigrantInnen schlechthin steht“ (Jungle World). „HoGeSA“ und andere sehen sich durch die, angesichts steigender Flüchtlingszahlen, neu entfachte rassistische Stimmungsmache in Teilen der Gesellschaft bestätigt und imaginieren sich als vermeintliche Vollstrecker des „Volkswillens“.
NS-Parolen skandierend, Steine und Flaschen werfend, zog der Mob von Köln stundenlang weitgehend ungehindert durch die Domstadt. Immer wieder kam es aus der Demonstration heraus zu Übergriffen auf AnwohnerInnen, JournalistInnen und MigrantInnen. Ein japanisches Restaurant wurde gezielt angegriffen.

Das Märchen einer „neuen Qualität der Gewalt“

Verfassungsschutz, Polizei und Politik zeigten sich von den Attacken überrascht und sprachen von einer „neuen Qualität“ der Gewalt. Ein Hohn angesichts der Kontinuität rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Das Phänomen HoGeSa ist mitnichten neu. Getragen von der rassistischen Grundstimmung im wiedervereinigten Deutschland wurden die Stadien Anfang der 90er Jahre zum Sammelbecken gewaltbereiter Rechtsextremisten. Der tendenziell eher linken Ultrabewegung in Deutschland mit ihrer guten Antidiskriminierungsarbeit ist es zu verdanken, dass Rassisten vielerorts die Vorherrschaft über die Fanszenen verloren bzw. die Kurven verlassen haben.
Im Zuge der wieder aufkeimenden rassistischen gesellschaftlichen Grundstimmung erhalten rechte Fangruppierungen neuen Zulauf. In Aachen, Braunschweig oder Duisburg wurden linke Ultragruppierungen bereits gewaltsam von den Rechten verdrängt – unter den Augen der Polizei und zum Teil mit Billigung der Vereinsspitzen.

Kein Fußbreit den Rassisten

Die Fanszene des FC Sankt Pauli steht für eine kompromisslose antirassistische Grundhaltung. Eine Demonstration von HoGeSa oder anderen Faschisten werden und können wir daher nicht einfach so hinnehmen.
Wir rufen daher alle Fans und Freunde unseres Vereins dazu auf, sich an den Gegenaktivitäten gegen den geplanten Nazihool-Aufmarsch am 15.11.2014 in Hannover zu beteiligen.

Zeigen wir gemeinsam, klar und deutlich, dass für Rassismus bei uns kein Platz ist – auf den Straßen, in den Kurven, in den Köpfen. Alerta!

Zeckensalon St. Pauli

FCSP

08.02. Stadtteilversammlung: Was passiert mit St. Pauli | Was passiert mit dem ESSO-Häuser Gelände | St. Pauli selber machen!

Vergammeln lassen, räumen, abreißen, neu bauen, abkassieren …

… die Esso-Häuser stehen exemplarisch für den seit Jahren auf St. Pauli stattfindenden Verdrängungsprozess. Machen wir uns gegenseitig schlau über die aktuellen Entwicklungen im Stadtteil – tragen wir das Wissen um Esso-Häuser, Gefahreninseln, “Business lmprovement District (BIO) Reeperbahn”, Privatisierungs- und Gentrifizierungsprojekte zusammen.

Samstag, 8. Februar 2014 -16:00 Uhr (Einlass ab 15:30 Uhr)
Ballsaal des FC St. Pauli

Jetzt geht’s ums Ganze …

… denn in den vergangenen Wochen hat sich gezeigt, wie weit die Entdemokratisierung bereits gediehen ist: Kriminalisierte Proteste, Fans die als Hooligans denunziert werden, erfundene Polizeipressemitteilungen, Räumung der Häuser auf Basis von subjektiven Wahrnehmungen. Jetzt sollen die Besitzer der Essohäuser durch beschleunigten Abriss und neuen B-Plan auch noch für den jahrelangen Verfall belohnt werden. Bald soll der privatisierte Spielbudenplatz zum “BID Reeperbahn” auf Gefahrengebietsinselgröße aufgeblasen – und unser öffentlicher Raum unter die Regie der Grundeigentümer gestellt werden. Das, und was mit dem Esso-Häuser Gelände geschieht, wird das Gesicht des Stadtteils, seine sozialen Strukturen und unser Leben entscheidend prägen- und sich auf unsere Mieten auswirken.

Wollen wir uns mit Beteiligungsshows am Katzentisch von Bayerischer Hausbau und Politik abspeisen lassen, wenn entschieden wird, was auf die Riesenfläche am Anfang der Reeperbahn gebaut wird? Wie kann ein alternativer Planungsprozess auf den Weg gebracht werden? Wie können wir die Gewerbetreibenden bei ihrem Kampf um Ausweichmöglichkeiten und garantierte Rückkehrrecht unterstützen? Lässt sich ein Business lmprovement District genauso schnell wie ein Gefahrengebiet mit Klobürsten weg putzen? Darüber möchten wir mit möglichst vielen Leuten reden.

Kommt alle, bringt Ideen, Freund_innen und Nachbar_innen mit!
St. Pauli selber machen!

Samstag, 8. Februar 2014 -16:00 Uhr (Einlass ab 15:30 Uhr)
Ballsaal des FC St. Pauli
Südtribüne. Eingang neben dem Clubheim,
Zugang über Budapester Str./ Harald-Stender-Platz

Es laden ein:
SOS St. Pauli
Initiative ESSO-Häuser
Zeckensalon
Gezi Park Fiction
Fanladen St. Pauli
Ständiger Fanausschuss des FC St. Pauli

Link: http://www.sos-stpauli.de/stadtteilversammlung-was-passiert-mit-st-pauli-was-passiert-mit-dem-esso-hauser-gelande-st-pauli-selber-machen/

Stadtteilversammlung

25.10. Solidaritätsdemo für „Lampedusa in Hamburg“ – Come on St. Pauli!

Liebe Sankt Paulianer_Innen,
nach dem Spiel gegen Sandhausen am 25. Oktober wollen wir uns treffen, um zu zeigen, dass St. Pauli hinter den Geflüchteten der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ steht. Um 20.30 Uhr versammeln wir uns daher auf dem Harald-Stender-Platz vor der Südkurve, um von dort gemeinsam zur St.-Pauli-Kirche zu ziehen.

Viele Fans des FC St. Pauli und Menschen aus dem Viertel haben sich in den letzten Monaten aktiv mit den rund 300 Geflüchteten der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“ solidarisiert. Mit unzähligen Aktionen kämpften und kämpfen Leute aus ganz Hamburg für eine menschenwürdige Perspektive. Doch der Hamburger Senat ignorierte die Geflüchteten und die breite Solidaritätsbewegung!

Doch nun reagiert der Senat – und geht zu einem offenen Angriff über!

Er drangsaliert die Geflüchteten seit Tagen mit einer rassistischen Hetzjagd, um ihre Abschiebung in die Wege zu leiten. Offenbar hat die regierende SPD um Olaf Scholz Schiss bekommen, weil große Teile der Bevölkerung nicht wegschauen, sondern den Betroffenen den Rücken stärken. Deswegen setzt der Senat jetzt auf Law & Order und Abschiebung unter dem Banner der Rechtsstaatlichkeit und dem zynischen Vorwand, Hilfe zu gewähren.

Gemeinsam Flagge zeigen gegen die rassistische Hetze!

Wir werden das nicht akzeptieren und unsererseits den Druck erhöhen. Zeigen wir dem menschenverachtenden Senat, dass wir mehr sind! Deswegen wollen wir nach dem Spiel mit vielen auf die Straße gehen. Wir werden uns dabei nicht provozieren lassen, damit die Sicherheit der Geflüchteten auf der Demonstration nicht gefährdet wird.

Am Samstag (26. Oktober) veranstalten zudem mehrere Gruppen aus dem Umfeld des FC St. Pauli den „International Refugee Summit“, an dem neben „Lampedusa in Hamburg“ auch Gruppen aus England und Schottland teilnehmen. Treffpunkte: 11 Uhr St. Pauli-Kirche, 12 Uhr Fanräume im Millerntorstadion.

Wir rufen ebenfalls zur Teilnahme an der bundesweiten Demo von „Lampedusa in Hamburg“ am 2. November (14 Uhr / Hauptbahnhof) auf.

Kein Mensch ist illegal!

******SOLIDARITÄTSDEMO VON FANSZENE UND STADTTEILINITIATIVEN******
******LAMPEDUSA IN HAMBURG – „WE ARE HERE TO STAY!“******

Freitag, 25. Oktober 2013 20.30 Uhr / Harald-Stender-Platz vor der Südkurve (Budapester Str.)

Der Aufruf wird unterstützt von (Stand: 24. Oktober):
AFM-Abteilungsleitung, Ahoi St. Pauli, Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus Sankt Pauli, Alte Schule St. Pauli, Arbeitsgemeinschaft interessierter Mitglieder (AGiM), Audiolith Records, 1. Autohof St. Pauli, Avanti/IL Hamburg,BKSP, Blocknachbarn Sankt Pauli, Blödes Volk Sankt Pauli, Braun-weiße Hilfe, Braun-Weiße Verfolger, Breite Masse, Breitseite St. Pauli, Brigade Zero, Buenaventura, Bündnis „Schlaflos in Hamburg? Mietenwahnsinn stoppen!“, Budenknäuel Sankt Pauli, BWL St. Pauli, Café Creisch, ChaosZecken St Pauli FanClub Bielefeld, Chewbacca Sankt Pauli, Comic- und Buchladen Strips & Stories, Cosa Nostra Sankt Pauli, 2. Damen St. Pauli Handball, Das St. Pauli-Manifest „wir sind mehr“, Der Übersteiger, DIE NETTEN, Die Pendler Lüneburg, Drugados, DSP – Desorganisierte Sankt Pauli, Electro Mob Sankt Pauli, Eskimo Punx St. Pauli, Fanclub Aale GS, Fanclubsprecherrat des FC St. Pauli, Fanmeldeamt St. Pauli, Fanladen St. Pauli, Fa ALAN selbstverwaltete Betriebe, ReutlingenFC St. Pauli Fanclub Catalunya, FC St. Pauli Fanclub Hafenklang, FC St. Pauli Marathon-Abteilung, FC Tortuga, Feine Sahne Fischfilet, FørdePiraten Flensburg, FSR Germanistik, G.A.S. St. Pauli, G.C.S.P., G.M.S. St. Pauli, Golden Pudel Club, Gorilliaz St. Pauli, Gran Amor Sankt Pauli, GWA St. Pauli, HAFENBANDE, Hafenvokü, Hinchas Sankt Pauli, 1. Herren St. Pauli Handball, 8. Herren FC St. Pauli Fußball, Initiative ESSO-Häuser, Jolly Roger/Ballkult e.V., Kampagne „Flora bleibt unverträglich“, Kaputte Köpfe Sankt Pauli, KIEZKIEKER, KleinerTods FCSP Blog, Knappomat-Affglitsch, Kollektiv 20359, „Komm in die Gänge“ Gängeviertel e.V., KumbaYo St. Pauli, Last Minute St. Pauli, Leerstand zu Wohnraum, Les sans goûts, Lichterkarussell, magischerfcblog, Manischer FC, Millerntoristen, Mob Connewitz, MOB-FCSP, ModefansKnabeweg, Motorschiff Stubnitz e.V., Multi Press, Nachbarschaftstreffen Holstenstraße, Neckarpiraten Reutlingen/Tübingen,Nord Support Sankt Pauli, No-Tengo-Idea, Notgemeinschaft Peter Pan, Pappboys, Park Fiction Komitee, PARAMATICS SANKT PAULI – der Paramat, Partizans Heidelberg, Plenum Hafenstraße, Rhoihessefront, Punkrock St. Pauli, Roter Stern Sankt Pauli, Sankt Pauli Mafia, St. Pauli Roar Solidaritäts-Espresso, Sankt Pauli Twenty One, Schall & Rauch Sankt Pauli, Scheißegal Sankt Pauli, Siamo Tutti FC St. Pauli, S.O.S. St. Pauli, Sprottentalpiraten, Straßenpiraten e.V., Südwestbrigade Sankt Pauli, Swing youth St.Pauli, Szenario Kaos, uijuijui, Ulm ist braun-weiß, Ultrà Sankt Pauli, VIII. Damen, Yorkshire St. Pauli, Zecke 11, Zeckensalon, Zielgruppe.

Wenn ihr als Initiative, Einrichtung oder Fanclub ebenfalls mit zur angemeldeten Demonstration aufrufen wollt, dann meldet euch schnellstmöglich bei zeckensalon@riseup.net

Mitschitt online

Vom gestrigen Zeckensalon zum Thema „Fußball und Kapitalismus – Es gibt keinen richtigen Ballsport im Falschen“ mit Jan Toelva ist nun der Mitschnitt online: Jan Toelva – Fussball und Kapitalismus Würde sagen: Es lohnt sich.

29.04. Zeckensalon History im Rahmen der Protestkulturwoche auf St. Pauli

Montag, 29.04. um 20 Uhr im Clubheim St. Pauli:

Das Stadion als Ort gesellschaftspolitischer Auseinandersetzungen und dessen Grenzen – Ein Rückblick auf mehr als zwei Jahrzehnte politische Fanszene beim FC St. Pauli

Ob Solidarität mit linken Projekten wie der Hafenstraße, Widerstand gegen die zunehmende Kommerzialisierung in Verein und Viertel oder der gelebte Antifaschismus: Die Geschichte der Fanszene des FC St. Pauli ist seit Mitte der 1980er-Jahre geprägt von verschiedensten gesellschaftspolitischen Auseinandersetzungen, die vor den Toren des Millerntorstadions nicht Halt gemacht haben. Es vergeht kein Spiel, bei dem nicht irgendwie auf eine aktuelle politische Auseinandersetzung eingegangen wird.

Doch abgesehen davon, dass der Schein oft trügt, gab es auch hier eine „Zeit davor“ – als Schwarze Spieler mit Urwaldgeräuschen rassistisch beleidigt wurden und Reichskriegsfahnen wehten. Was ist in der Zwischenzeit geschehen? Welche Protestarten und Aktionen gab es? Welche Strategien verfolgten die Protagonistinnen und Protagonisten? Gab es überhaupt Strategien? Wir wagen den schonungslosen Blick auf die Zeit von den 80ern bis heute und freuen uns auf spannende Diskussionen…

Als Gast werden wir Sven Brux begrüßen dürfen, der seit einigen Jahrzehnten mit dem Verein auf unterschiedlichste Weise – als aktiver Fan, Fanladen-Mitbegründer, Fanbeauftragter oder Vereinsangestellter (Leitung Sicherheit und Organisation) – verwoben ist.

Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Protestkulturwoche statt.

26.04.: Fußball und Kapitalismus – Es gibt keinen richtigen Ballsport im Falschen

Am 26.04. um 20 Uhr im Fanladen St. Pauli findet folgende Zeckensalon-Veranstaltung statt:

Fußball und Kapitalismus – Es gibt keinen richtigen Ballsport im Falschen – Vortrag und Diskussion mit Jan Tölva.

Viele Fans und Ultras sind gegen den „modernen Fußball“ und gegen „Kommerzialisierung“, doch was genau das bedeutet, was genau sich hinter diesen Begriffen verbirgt und wie Fußball im Kapitalismus eigentlich funktioniert, wissen die wenigsten. Dieser Vortrag will versuchen die Warenförmigkeit des Fußball und die teilweise verkürzte Kritik an derselben näher zu beleuchten.

Jan Tölva ist Soziologe, freier Journalist und Fußballfan und lebt derzeit in Berlin.
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Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem Fanclubsprecherrat (FCSR) durchgeführt.
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Update 27.04.: Die Veranstaltung ist mittlerweile vorbei, den Audio-Mitschnitt findet ihr hier: Jan Toelva – Fussball und Kapitalismus

13.04. Soliparty für Zeckensalon & AZ-Altona

Am Samstag den 13.04. ab 22 Uhr findet im Gängeviertel eine Party zugunsten des Zeckensalons und des AZ Altonas statt.

Darüber freuen wir uns sehr und die Menschen, die einen unverschämten Prozess am Hacken haben, auch. Mehr Infos zu der Besetzung und der darauf folgenden Repression findet ihr hier.

Musikalisch geht’s in die Richtung Punk, Indie, 1980er, New Wave mit den DJs MpunkT Messer und Common Zoundz, wie unschwer dem Flyer zu entnehmen ist.

Zeckensalon AZ Altona Soli Party

Zeckensalon am Freitag, 29.03.

Zeckensalon am Freitag: Am Freitag findet wie gewohnt (letzter Freitag im Monat) der Zeckensalon um 20 Uhr im Fanladen St. Pauli statt. Das Orga-Treffen beginnt um 19 Uhr, an dem sich auch gerne Interessierte beteiligen können.

Um 20 Uhr werden wir kurzfristig Gäste von der Ini ‚Esso-Häuser‘ begrüßen dürfen, die uns kurz was über den aktuellen Stand der Häuser auf St. Pauli erzählen werden. Für Ende April/Mai wird mit dem Gutachten gerechnet. Es beginnt nun also die heiße Phase…

Im Anschluss wollen wir gemeinsam überlegen, wie auch wir als Fanszene in diesem Konflikt aktiv werden können. Nette Aktionen nach Heimspielen sind dabei durchaus denkbar. Wer Interesse hat daran mitzuwirken, das Thema einfach am Herzen liegt oder bei uns einfach nur mal reinschnuppern will, der ist auf jeden Fall am Freitag beim Zeckensalon herzlich willkommen!

USP zeigt Residenzpflicht-Film …

… im Fanladen, am Dienstag, den 26.02, um 19:30 Uhr.

„Seit 20 Jahren kämpfen Flüchtlinge gegen die Residenzpflicht und damit gegen die systematische Ausgrenzungspoltik des deutschen Staates. Residenzpflicht begleitet einige Flüchtlinge bei dieser Auseinandersetzung und ist somit eine Analyse aus Sicht der Flüchtlinge, die gezwungen sind, in einer fast hermetisch abgeschlossen Welt zu leben. Die Dokumentation stellt die Residenzpflicht in einen größeren Kontext: Sie zeigt wie diese Restriktion im Inneren mit der Abschottungspolitik an den europäischen Außengrenzen zusammen hängt und inwiefern die Reglementierung der Bewegungsfreiheit mit kolonialem Erbe und Alltagsrassismus verwoben ist. Der Dokumentarfilm soll dazu beitragen, in der deutschen Öffentlichkeit ein Bewusstsein über diesen Teil der deutschen Asyl- und Flüchtlingspolitik zu schaffen und eine Debatte darüber in der öffentlichen und politischen Wahrnehmung zu initiieren.“
Filmbeginn um 19:30 Uhr – nach dem Film freuen wir uns Gespräche und Diskussionen mit euch.

Mehr dazu in der basch.

2x mal Zeckensalon am 25.01. und 2.02.

Update:
Die Veranstaltung am 1.2. Fußballfans zwischen Macht, Herrschaft und Diskriminierung mit Gerd Dembowski findet nicht im Fanladen, sondern im Centro statt.

Freunde,

Randgruppen aufgepasst!

Am Freitag den 25.01. findet, wie gewohnt am letzten Freitag im Monat um 20 Uhr im St. Pauli Fanladen, der Zeckensalon zum allseits beliebten Thema „DFL-Sicherheitspapier“. Genauer Infos folgen in nicht allzu ferner Zukunft.

Ne, findet leider nicht statt, d.h. diese Veranstaltung fällt bedauerlicherweise aus. Aber:

Schon eine Woche später gehts, am Freitag, 01.02. um 20 Uhr im Centro (verschoben aus dem Fanladen) weiter in Kooperation mit dem Fanclubsprecherrat zum Thema:

Fußballfans zwischen Macht, Herrschaft und Diskriminierung – Vortrag und Diskussion mit Gerd Dembowski

Dieser Abend fängt dort an, wo viele Fallbeschreibungen zu Diskriminierung im Fußball aufhören. Und bleibt dabei vor allem kurzweilig.Gerd Dembowski begreft Fußball als ein gesellschaftliches Trainingsfeld für soziale Konstruktionen und Machttechniken. Heterosexismus und Homophobie, Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus sind einige extreme Ausformungen, wenn es um „Wir“ und „Die Anderen geht“. Dahinter stehen althergebrachte Muster von Männlichkeit, Überlegenheitsdenken und Autoritarismus. Während sich das „Wir“ und „Die Anderen“ im Fußball nicht auflösen lässt, kommt es darauf, den Fußball als Freiraum für Jugendkulturen u.a. sozial inklusiv zu füllen.

Zur Person:
Gerd Dembowski (40), lebt in Berlin und Hannover, ist seit 19 Jahren als Sozialwissenschaftler mit Bildungs-, Sozialarbeits- und Forschungsprojekten im international unterwegs Derzeit arbeitet er in
der Kompetenzgruppe Fankulturen & Sport bezogene Soziale Arbeit (KoFaS) am Institut für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Hannover.
Sein Essay „Ein Leitbild erfinden. Zur Identitätsbildung bei Ultras als Fußballfangruppierungen zwischen Kultur und Kommerz“ erscheint gerade im Sammelband „Sozialpsychologie des Kapitalismus- heute?“
(Psychosozial-Verlag).

Wir freuen uns!